„Die Schande an schlechtem Benehmen wäre lediglich das Wissen, dass man gutes Benehmen erlernen kann.“

 

Unseren Großeltern wurden Etikette und kultiviertes Benehmen noch in Elternhaus und Schule gelehrt. Disziplin, Schicklichkeit und Umgangsforman waren Grundlagen der damaligen Erziehung. Der Bedeutung dieser Tugenden wurde im Laufe der Zeit jedoch immer weniger Wert beigemessen.

 

Heute wird oft behauptet, kultiviertes Benehmen sei einst aus der Mode gekommen und seit Neuestem wieder „in.“

Falsch: Protokoll, Konvention, Tradition, Etikette und Verhaltensregeln waren in der Vergangenheit wichtig und sind es immer noch. Von Mode bzw. "in sein" kann keine Rede sein. Kultivierter Umgang bedeutet, den Mitmenschen Wertschätzung zollen, anderen durch höfliches Benehmen Respekt erweisen, und dadurch Achtung zu erfahren. Deshalb können Umgangsformen niemals "aus der Mode kommen".

 

Heute wird dem Thema Etikette in der häuslichen Erziehung oftmals wenig Wert beigemessen. Auch in der Schule wird kein adäquater  Unterricht angeboten. Dies rächt sich spätestens bei Eintritt in das Berufsleben.  Ein Mangel an kultiviertem Benehmen versperrt den Zugang zu vielen Berufen und Managementebenen. Die Aussicht auf Karriere, ohne entsprechendes Benehmen, steht schlecht.

Auch wer nicht beabsichtigt, die Stufen der Karriereleiter zu erklimmen, wird erkennen, dass die Wertschätzung der Mitmenschen, welche sich vor allem durch Höflichkeit und Rücksichtnahme auszeichnet, ein positives Umfeld und somit auch ein positives Lebensgefühl erzeugt. Achtung, Respekt und Anerkennung sind das Echo des wertschätzenden Umgangs mit dem persönlichen Umfeld.

 

In Seminaren und Einzelberatungen kann sich jeder in Etikette und Umgangsformen weiterbilden. Jeder hat die Möglichkeit, „salonfähig“ zu sein, ohne seinen eigenen Stil zu vernachlässigen. Kultiviertheit ist die Symbiose aus Etikette und eigenem Stil. Es hilft nichts, alle Verhaltensregeln steif anzuwenden, denn so erstarrt man leicht in der Form. Für das perfekte Gesamtpaket braucht es die persönliche Note.